Tipps und Hinweise
An dieser Stelle geben wir unsere Erfahrungen und Kenntnisse weiter, die aber auch als interne Anleitungen verstanden werden dürfen.
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Aktuelle Themen:
Gruppenfahren
1. Allgemeines
2. Bundesstraßen und
Autobahnen
3. Überholen
4. Notfallsituationen
5. Witterungsbedingte
Gefahren
6. Parken
Allgemeine Biker-Infos
z. B. was ist ein Chapter?
...ein MC? ...ein Colour?

Vor Fahrtantritt habt
ihr sicher noch einmal euer Bike gründlich inspiziert und die
richtige Bekleidung gewählt. Auch wenn es sonnig und warm zu werden
scheint, solltet ihr auch wärmere Kleidung und Regenbekleidung
mitnehmen – ebenso das Mobiltelefon, den Erste-Hilfe-Satz, Werkzeug
und das Handbuch - man weiß ja nie.
Der Road Captain
(m/w) soll die Grundregeln ansprechen und spezielle Hinweise für den
Tagesablauf geben. Dazu gehören der Routenverlauf, der Ablaufplan
mit den Pausen etc. sowie Informationen über Restaurants und
Tankstellen entlang der Strecke. Zudem wird er euch eine Mobilnummer
für Notfälle geben. Alle Teilnehmer sollten hierbei aufmerksam
zuhören und sich nicht scheuen, Fragen zu stellen!
Bei größeren Gruppen
empfiehlt es sich, diese in kleinere Gruppen von max. 10 - 12
Fahrern aufzuteilen und auch für den Fall Absprache zu treffen, dass
jemand von der Gruppe getrennt wird. Wenn man die Treffpunkte und
-zeiten vorher kennt, mindert das den Druck und verleitet nicht zum
Rasen. Üblicherweise schließt der Road Captain die Einweisung mit
Instruktionen zu einigen allgemein verwendeten Handzeichen bei
Gruppenfahrten ab. Sie sind wichtig für die Verständigung mit den
anderen Teilnehmern und um die Gruppe zusammenzuhalten. Einige der
allgemein üblichen Handzeichen findet ihr weiter unten.
Grundsätzlich gelten
folgende Regeln:
-
Gefahren wird in Staffelformation, d.h. der Road Captain fährt vorne links, der nächste dahinter seitlich nach rechts versetzt, der Dritte, wieder links, u.s.w.
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Sonderabsprachen sind möglich
-
Ungeübte Fahrer oder Fahrer mit wenig oder keiner Gruppenerfahrung fahren vorne, direkt hinter dem Road Captain
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Innerhalb der Formation gilt Überholverbot
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Bei Lücken innerhalb der Formation wird von hinten nach vorne aufgeschlossen und NICHT von links nach rechts bzw. umgekehrt die Spur gewechselt

-
Jeder Fahrer ist für das hinter ihm fahrende Motorrad mit-verantwortlich und hat die eigene Geschwindigkeit so anzupassen, dass der Hintermann "dranbleiben" kann
-
Jeder Fahrer ist für das vor ihm fahrende Motorrad mit-verantwortlich und hat die eigene Geschwindigkeit so anzupassen, dass dem Vordermann stets die volle Fahrbahnbreite zur Verfügung steht, falls dieser plötzlich einem Bodenhindernis ausweichen muss
-
Die Gruppe hat immer dem Road Captain zu folgen, auch falls ein Teilnehmer meint, dass die Strecke nicht die Richtige ist oder falsch abgebogen wurde; Eigenmächtigkeit ist hier fehl am Platz, auch wer es nicht gern hört, so gilt doch sinngemäß: der Road Captain hat immer Recht!
2. Bundesstraßen und Autobahnen
Eine Staffelformation ist besonders auf Autobahnen und Bundesstraßen wichtig. Das Auffahren sollte in Reihe erfolgen, wobei der Road Captain solange eine etwas niedrigere Geschwindigkeit vorgeben muss, bis das Aufschließen der anderen erfolgt ist. Wenn die Länge des Konvoi es erlaubt, soll der letzte Fahrer zuerst nach links auf die rechte Fahrspur der Autobahn schwenken, um den Platz für die Gruppe zu "sichern". Bei Anschlussstellen ist immer darauf zu achten, ob andere Verkehrsteilnehmer ein- oder ausscheren wollen, wenn die Gruppe die rechte Fahrspur benutzt. Die eigene Sicherheit geht vor! Die Ausfahrt von einer Bundesstraße/Autobahn sollte möglichst in Reihe erfolgen. Das ermöglicht einen größeren Sicherheitsabstand und gibt den Fahrern mehr Zeit, am Ende der Ausfahrt oder beim Wechsel auf eine andere Straße zu reagieren. Ist ein Anhalten erforderlich, so wird paarweise nebeneinander gehalten, um beim Anfahren sogleich wieder die Staffelformation einzunehmen. Paarweises Anhalten gilt auch allgemein an Verkehrsampeln und bei Staus.
Überholvorgänge sollten auf Autobahnen und
vierspurigen Bundesstraßen immer geschlossen, quasi wie EIN
Fahrzeug, erfolgen. Wenn es die Sicherheit erlaubt, muss der Road
Captain signalisieren, dass die Gruppe geschlossen die Fahrspur
wechseln und überholen kann. Beim Überholen von LKWs sollten immer
nur ca. drei Bikes auf einmal überholen. Das erleichtert eventuelle
Ausweichmanöver. Auf zweispurigen Straßen ist einzeln zu überholen
und nur, wenn kein Überholverbot besteht.
Der Führungsfahrer sollte auch nach dem Überholen
weiter in der linken Spur bleiben, um dem nachfolgenden Fahrer
ausreichend Platz zu lassen. Dann sollte der nächste Fahrer auf die
Überholspur wechseln, überholen und wieder in die rechte Fahrspur
wechseln, um dem nächsten Fahrer das Überholen zu ermöglichen. Der
Rest der Gruppe sollte nach dem gleichen Muster überholen.
Im Fall einer Panne oder eines Unfalls sollten
alle nachfolgenden Fahrer anhalten, inkl. des "Sweep Riders"
(i.d.R. ein "Safety"-Officer als letzter Fahrer) und des
Begleitfahrzeugs (sofern eines vorhanden ist). Die anderen Fahrer
sollten ihre Fahrt bis zum vereinbarten Haltepunkt fortsetzen, denn
ein Wenden könnte zu weiteren Komplikationen führen. Der Sweep Rider
sollte die
Situation einschätzen und bei einer wahrscheinlichen Verzögerung
einen Fahrer zum nächsten geplanten Haltepunkt schicken, um den Rest
der Gruppe zu informieren, und bei Bedarf telefonisch medizinische
Hilfe anfordern.
5. Witterungsbedingte Gefahren
Fahren mit Blick in die Sonne kann für Motorradfahrer gefährlich
sein, denn das grelle Licht kann die Sicht erschweren. Außerdem kann
es zu verstärkter Müdigkeit beitragen. Bei tief stehender Sonne ist
es deshalb ratsam, eine Pause mehr einzulegen. Wenn ein Fahren in
die Sonne unvermeidbar ist, sollte die Geschwindigkeit reduziert und
der Abstand vergrößert werden. Bei Nachtfahrten kommt es vor allem
darauf an, gesehen zu werden. Reflektierende Westen sind hier sehr
zu empfehlen. Überzeugt euch, dass die Beleuchtungseinrichtung
funktioniert und die Scheinwerfer korrekt eingestellt sind.
Verringert die Geschwindigkeit, erhöht den Abstand und denkt daran,
dass mögliche Hindernisse bei Nacht schlechter zu erkennen sind.
(Anm. BHC: Größerer Abstand empfiehlt sich erfahrungsgemäß auch auf
unbefestigter Wegstrecke, um Schlaglöcher früher erkennen zu
können!)
Parkt Eure Bikes wann immer möglich zusammen.
Vermeidet es, sie an Abhängen oder zur Straßenmitte zu parken. Sucht
besser nach Plätzen, wo die Maschinen in Fahrtrichtung bzw. fertig
zum Ausfahren geparkt werden können. Die Bikes sind nach Möglichkeit
so zu parken, dass die Gruppe gemeinsam wieder abfahren kann. Das
Anfahren des Parkplatzes jedes Einzelnen hat daher so zu erfolgen,
dass am Ende die Bikes ausgerichtet nebeneinander stehen. Auch hier,
wie auch beim Anfahren an einer Ampel, soll der Road Captain anfangs
eine langsamere Geschwindigkeit wählen, um alle aufschließen zu
lassen.
Wesentliche Teile dieser Informationen zum Fahren in der Gruppe wurden dem Guide to Group Riding Handbook der Harley-Davidson® Rider's Edge®/MSF® entnommen und redaktionell bearbeitet
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Quelle: Homepage der Bikers News, 10/2008, Huber-Verlag, 68239 Mannheim
Was ist ein MC?
MC heißt „Motorcycle Club“ und ist im Idealfall eine fest geordnete
Bruderschaft von 10 bis 20 Rockern.
Was ist ein Colour?
Das Colour ist das Wappen des Clubs. Es ist in der Regel dreiteilig
mit Namen, Bild und Herkunftsort.
Was für ein
Colour darf man tragen?
Grundsätzlich gilt nur eins: Jeder Rückenaufnäher sollte mit Bedacht
aufgetragen werden. Empfehlenswert bei Neugründungen von Clubs oder
Fahrgemeinschaften ist darüber hinaus immer ein Inserat in unseren
Clubnachrichten. Und nach der Veröffentlichung wartet einfach auf
das, was passiert. Wir können Euch aber weder Lebenshilfe und
Beratung in Stilfragen bieten, noch versenden wir Formulare für
Einsteiger. Grundsätzlich gibt es keine Gesetze in der Szene, die
wir womöglich kodifizieren oder verwalten. Sowas schaffen nicht mal
deutsche Rocker.
Dürfen Freebiker ein Colour
tragen?
„Freebiker“
sind freie Biker, also Biker ohne Mitgliedschaft in einem Club. Es
wäre ein Widerspruch in sich, als Freebiker mit einem Colour
unterwegs zu sein. Trotzdem probieren es viele, oft mit
Rückenabzeichen aus einem Katalog. Wer so unterwegs ist, macht sich
bei Einprozentern lächerlich. Wer Freebiker ist, und trotzdem ein
Abzeichen auf dem Rücken tragen will, dem empfehlen wir das
„Freebiker
Germany“-Patch
aus unserem
Szeneshop. Es ist weder dreiteilig, noch zeigt es die Buchstaben
„MC“.
Es kann also mit keinem gängigen Colour verwechselt werden.
Was ist eine Kutte?
Die „Kutte“ ist die ärmellose Weste, auf deren Rücken das Colour
getragen wird. Vorne ist in der Regel der Rang in der Clubordnung
abzulesen.
Was ist ein Chapter?
Wenn ein Club einen weiteren Club an einem anderen Ort unter
gleichem Colour gründet oder aufnimmt, so bildet er ein Chapter.
Große Clubs haben bis zu 20 oder mehr Chapter.
(Anm. BHC: Der Begriff 'Chapter' ist
nicht schutzfähig und kann daher von jedermann verwendet werden)
Wie gründe ich einen MC?
Grundsätzlich geht das nicht über Nacht. In jedem Fall müsst Ihr als
solide Gemeinschaft in der Szene eingeführt sein. Lasst Euch also
lange genug und zunächst ohne Colour blicken, macht Euch bekannt bei
den benachbarten Clubs und sprecht Euch mit ihnen ab. Andernfalls
kann es Ärger geben. MCs erheben nämlich häufig Gebietsansprüche.
Was sind
Gebietsansprüche?
Clubs sehen es nicht immer gerne, wenn in ihrer Nachbarschaft oder
gar im gleichen Ort ein weiterer Club aufgemacht wird. Als Grund
wird die Vermeidung von Verwechslungen vorgegeben, weil am Ende sie
die Polizei vor der Tür haben, wenn andere Stress machen.
Das muss nicht immer stimmen. Grund für Gebietsansprüche sind oft
genug auch nur einfaches Revierverhalten und der Ehrenkodex, sich
als Club für seine Sache gerade zu machen. Auch gibt es kommerzielle
Gründe, denn mit einem Club und seinen Institutionen, wie
Tätowier-Studio oder Motorrad-Werkstatt, lässt sich Geld verdienen.
Gibt es kriminelle
MCs?
Grundsätzlich nicht! Allerdings kommt es vor, dass einzelne
Mitglieder oder gar ganze Clubs ins Rotlichtmilieu, in Drogenhandel
oder Schutzgelderpressungen verwickelt sind. Andere tun gerne so,
als wäre das der Fall, weil sie sich mit einem gefährlichen Eindruck
schmücken wollen. Das sind allerdings Ausnahmen, die von der
bürgerlichen Presse gerne breitgetreten werden. Bei aller Klage
darüber gilt: Grundsätzlich sind Rocker eben keine
Modelleisenbahner!
Wie werde ich Mitglied in einem
MC?
Lasst Euch in der Szene blicken. Kontaktadressen findet ihr in der
BIKERS NEWS oder auf Clubveranstaltungen. Jeder Club macht in der
Regel eine Party im Jahr und veranstaltet offene Abende in seinem
Clubhaus. Dort werdet Ihr schon ins Gespräch kommen, wenn Ihr nicht
aufs Maul gefallen seid.
Besauft Euch nicht sinnlos und rempelt keinen an. Schwallt niemanden
voll, gebt nicht an, seid offen und ehrlich. Dann werdet Ihr
Anschluss finden. Alles weitere ergibt sich. Auf eine eventuelle
Mitgliedschaft werdet Ihr beizeiten angesprochen, brecht nichts
übers Knie!
Wie verläuft der
weitere Weg zur Mitgliedschaft?
Zunächst wirst Du ein sogenannter „Hangaround“ sein. Du hängst halt
mit dem Club rum und machst vieles ohne Colour mit. Die offizielle
Anwartschaft beginnt als „Prospect“. Da trägst Du einen Teil des
Colours und musst Dich über längere Zeit in Deiner Zuverlässigkeit
für den Club bewähren. Erst dann wirst Du eines Tages vollwertiges
Mitglied, also „Member“.
Was ist ein Einprozenter?
Das 1%-Patch geht auf ein Ereignis im Jahr 1947 in Hollister
zurück. Während eines Renn-Wochenendes kam es zu Schlägereien und
Auseinandersetzungen mit der Polizei, die später als
„Hollister
Bash“.
bezeichnet wurden. Die American Motorcycle Association (AMA) soll
damals die Wogen zu glätten versucht haben, indem sie verkündete,
dass nur ein Prozent aller Biker zu derartigen Ausschreitungen
neigen. Dabei kann es sich um eine Legende handeln, denn die AMA
dementiert eine solche Behauptung.
Könnt ihr mir mal
eben eine Liste aller Clubs rüber mailen?
Nein. So eine Liste gibt es nicht, nicht mal in Deutschland, und das
ist gut so. Auch wir sind nicht die Verwalter der Szene, zumal die
Clublandschaft viel zu lebendig ist, als dass sie sich so einfach
verwalten ließe.
Für einen ersten Überblick können wir euch die Seiten
www.european-colours.com oder
www.german-colours.de empfehlen. Diese werden privat von
unterschiedlichen Anbietern betrieben. Sie sind allerdings genauso
wenig vollständig wir irgendeine andere Liste.
Woher bekomme ich
dann die Adresse eines MCs?
Die findest Du in den Clubnachrichten der BIKERS NEWS oder in
unserer Linkliste auf dieser Homepage. In den Clubnachrichten geben
wir den MCs jeden Monat aufs Neue die Möglichkeit, ihre Adresse zu
veröffentlichen. Tun sie das nicht, haben sie ihre Gründe dafür. Die
Redaktion der BIKERS NEWS gibt deshalb keine weiteren Adressen an
Leser oder Clubs weiter.
Wie finde ich raus,
welche Clubnamen oder Colours schon vergeben sind?
Gewisse Namen und Namenskombinationen sind schon mehrfach vergeben.
Wer jetzt noch die Wörter „Black", „Death“, „Rider“, oder „Biker“ in
seinem Namen unterbringen will, ist nicht nur phantasielos, sondern
selbst schuld. Auch gewisse Farbkombinationen in Schriftzügen sind
schon vergeben. Sie sind allerdings zu vielfältig und auch oft
regional gebunden. Wir können sie hier nicht aufzählen, zumal keine
dieser Auskünfte in der bunten und schnelllebigen Clublandschaft
jemals verbindlich sein könnte. Lies aufmerksam die Clubnachrichten
und halte Dich eine Weile in der Szene auf. Dann bekommst Du ein
Gespür für das, was geht.
Welche Gesetze gelten in der
Szene?
Niemand führt ein Gesetzbuch, und es gibt auch keine Richter, deren
Spruch Gültigkeit hätte. Auch wir sind weder Richter noch
Gesetzgeber. In unserem Buch „Alles
über Rocker“
schildern wir viele Fälle, die mit den ungeschriebenen Gesetzen
unter Bikern und MCs zu tun haben. Sie sind insofern sehr lehrreich.
Darüber hinaus gilt nur eines: Voreiligkeit ist fehl am Platz. Wer
über Nacht einen MC gründen will, weil ihm gerade ein Colour-Motiv
eingefallen ist, aber noch nicht mal eine Mitgliedergemeinschaft
vorweisen kann, der sollte sich über keine Folgen wundern. Es ist
grundsätzlich ratsam, sich mindestens eine Saison in der Szene
aufzuhalten und Treffen zu besuchen, um ein Gespür für die möglichen
Umgangsformen zu bekommen.
Was für ein Motorrad brauche ich
als Rocker?
Hängt ganz vom Club ab. Bei vielen ist in der Clubsatzung der Besitz
einer Harley vorgeschrieben. Ansonsten werden Chopper jeder Art
bevorzugt. Das sind Motorräder, die aller überflüssigen Zubehörteile
entledigt wurden, um ein möglichst schnörkelloses und ehrliches
Motorrad zu fahren. Schnell muss es nicht immer sein, aber laut und
in keinem Fall von der Stange.
Wie bekomme ich so
ein Motorrad?
Tja, genau die Erfahrung muss jeder echte Biker und Rocker selbst
machen. Man kann eben nicht alles fertig kaufen. Genau daran muss
jeder beweisen was er kann. Tipps, wie man sich eine Harley baut
„die lang, schwarz und böse aussieht“ geben wir deshalb nicht! Im
Ernst, solche Fragen flattern immer wieder bei uns rein.
Wie kommt man an
eine Helmbefreiung?
Eine Helmbefreiung ist mit ärztlichem Gutachten möglich. Unsere
Erfahrung damit: Ihr werdet täglich einmal von der Polizei
angehalten und müsst eure Helmbefreiung aus der Jacke zerren. Bei der
Gelegenheit wirft der Wachtmeister auch gleich mal einen genaueren
Blick auf euer Maschinchen.
Wenn ihr's trotzdem wagen wollt: Die Biker Allianz bietet ärztliche
und behördliche Formulare zur Helmbefreiung an. Ihr könnt sie
kostenlos von der Homepage der Biker Allianz runterladen.
Muss mein Helm eine
bestimmte ECE-Norm haben?
Nein. Auch Helme ohne ECE-Norm sind zulässig. Aber im Falle eines
Unfalles könnte es passieren, dass eure Versicherung sich beim
Zahlen querstellt. Offiziell nicht zulässig sind nur Helme, die
offensichtlich keine ausreichende Schutzwirkung bieten, wie
beispielsweise Bau-, Feuerwehr- oder Stahlhelme.
(Anm. BHC:
In Italien ist ein Helm mit ECE-Norm vorgeschrieben, die allerdings
auch älter sein kann - es drohen drakonische Strafen!)
Kann die Polizei mein
Motorrad nur aufgrund einer vermeintlich zu lauten Auspuffanlage auf
der Stelle beschlagnahmen und in Verwahrung nehmen?
Normalerweise bekommt man einen Mängelbescheid und gegebenenfalls
die Aufforderung zu einer weiteren Vorführung. Aber auch die Polizei
weiß inzwischen, dass ihre Klienten zur Vorführung ordentliche
Dämpfer anschrauben, um just danach wieder mit Knalltüten
weiterzufahren. Deshalb zieht sie die Fahrzeuge oder auch nur die
Dämpfer zur Beweissicherung ein. Bei Harleys ist das inzwischen die
Regel, nicht die Ausnahme. Wer mit Knalltüten fährt, für den gilt
nämlich nur eins: Er darf sich nicht erwischen lassen!
Könnt Ihr Anwälte empfehlen,
wenn es hart auf hart kommt?
Wir führen eine nach Postleitzahlen sortierte Liste mit Anwälten,
die sich für Biker engagieren. Von denen dürfen wir aber aus
wettbewerbsrechtlichen Gründen keinen empfehlen. Ihr müsst selbst
checken, ob die Männer fit sind. Eure Erfahrungen interessieren uns
dann natürlich.
Auch die Biker Union führt eine Liste von Anwälten für Biker. In der
Regel wird sie im Mitglieder-Magazin der Biker Union veröffentlicht.
Wir können eine Mitgliedschaft in der Biker Union schon aus diesem
Grund empfehlen. Schließlich sollte man einen Zahnarzt auch nicht
erst dann aufsuchen, wenn die Schmerzen unerträglich geworden sind.
> Biker Union e.V., Fuchstanzweg 19, 65760 Eschborn,
Tel 06173 - 60 83
70, Fax 06173 - 60 83 71.

Die bei euch
abgebildeten Motorräder
haben ungewöhnliche Kennzeichen..
Da auch Behörden unser Heft mitlesen, bearbeiten wir die
Kennzeichen, damit die Besitzer
der Motorräder keinen Ärger bekommen.